Traumzeit

Auf dieser Seite werde ich ein paar Nacht - Träume von  mir erzählen.

Traum mit genauer Adresse

also dieser Traum , den träumte ich schon vor vielen  Jahren, und er ist mir aber im Gedächtnis geblieben, wie wenn es erst gestern gewesen wäre.


die Adresse hab ich in meinem Schreibtisch aufgehoben, damit ich ihn ja nicht vergesse...
wenn man googelt, findet man viele Almenwege, in Deutschland, Österreich, Schweiz..und vielen anderen nachbarsländern..

ich fuhr mit meinen kleinen silbernen Golf Caprio  (ja ein solches hatte ich wirklich einmal )alleine  in den Urlaub...ich weiss aber nicht mehr wo dies genau war, ob es noch in den deutschen Alpen oder in Östrreich war, jedenfalls war es in den Bergen.

in einem kleinen Dorf machte ich halt und stellte mein Auto an einem Feldrand ab...ich wollte in wenig in diesem Dorf herumscharwanzeln...und  ein Stückchen rauf auf die hohe Almwiese, die von  herrliche Felsen umschlossen war und von wo es einen herrlichen Ausblick hinunter ins Tal versprach.
ich ging ein paar Schritte, und da lag doch glatt eine Geldbörse rum !!..es war eine sehr alte abgegriffene Geldbörse...ich guckte hinein...und es waren einige Geldscheine drinnen...die ich aber gar nicht kannte...keine D-Mark-Scheine...keine Schilling-Scheine...aaaaber die Adresse war darinnen :

Hartl..Almenweg 146.....

aber kein Ortsname...oder ich kann mich einfach nicht mehr erinnern...
jedenfalls stellte ich fest, das es sowieso nur eine Strasse , Gasse oder  diesen Weg gab...eben diesen Almenweg....
ich ging also diesen Almemweg entlang..

 

.Rechts die geraden Hausnummern, links die ungeraden...so kam ich an die Hausnummer 144...das letzte vor dem Ziel....ich schaute mir genau den Garten an , weil er so schön war...mit einem weissen Brunnen, neben dem Eingangstor...und auf dem Brunnen eine Frauenfigur, die einen Krug auf den Schultern trug, wo das Wasser rausplätscherte.....das Haus war auch sehr schön und  fast neu...und ich dachte mir..so das nächste ist es..


es war nur ein kleines unscheinbares Haus...ohne Gartenzaun, die Hausnummer 146, obwohl ich kein Schild mit der Nummer oder Name sah...es musste es einfach logischer Weise sein,
ein kleiner Garten mit   vielen Blumen und Kräutern war vor dem Häuschen...und von irgendwoher hörte man Enten oder  Gänsegeschnatter und sonstiges Geräusch, dass wohl von Federvieh stammen musste.

 das Haus hatte wohl nur ein Stockwerk..Parterre, und diese tyischen Dächer, die sich weit nach unten ziehen  und passte so gar nicht zu  den schönen modernen Häusern  zusammen, ...obwohl sich das kleine Haus sehr idylisch  auch sehr einladend und friedlich sich in die Landschaft der Berge einfügte.

da stand ich nun vor der alten Holztüre, und, da ich keine Klingel fand, klopfte ich feste an die Türe, mit einem lauten Hallo, worauf sich erst die kleine Scheibengardine bewegte
und dann jemand mit schlürfendem Schritt zur Türe kam und öffnete.
es war ein älterer etwas dicklicher  Mann mit grauen Haaren und mit freundlichen Augen. und ich stellte mich vor und fragte ihn, ob er etwas vermisse..aber dabei sah er schon seine Geldbörse in meinen Händen.
er lächelte und rief seine Frau: Resel, da hat eine Frau meine Geldbörse gefunden...rief er, worauf eine rundliche ältere Frau erschien.  sie freute sich enorm  bedankte sich und sagte : Ich habe gerade frischen Heidelbeerkuchen fertig, kommens und essens a Stückl mit uns, und trinkens a Haferl Kaffee mit uns...
hmmmmmm ...erst jetzt roch ich es...es duftete herrlich nach leckerm Heidelbeerkuchen....so wie bei Oma....daaa konnte ich nicht nein sagen...
die Frau Resel war ganz aufgeregt, vor Freude, dass die Geldbörse wieder da war, sie redete mit Händen und Füssen, und dabei bekam sie rote Bäckchen, die ihr vorzüglich standen.
die Küche war alt, der Ofen war so einer, wie man ihn in den Nachkriegszeiten in jeder Küche vorfand...dort wurde gekocht , gebacken, und geheitzt, den Winter, aber auch im Sommer, so wie jetzt, war es sehr warm, von der Ofenwärme.

Das silberne Ofenrohr ging fast durch die ganze Küche, mit einem Knie hier und einem dort, ja, das kannte ich auch noch, von Opa...weil ja die Rohre im Winter auch noch zusätzlich Wärme abgaben.

In der Küche war es ziemlich duster, wegen den kleinen Fenstern kam nicht viel Licht rein...die Mauern waren dick, und es standen Petroleum-Lampen rum...Lampenschirm sah ich keinen, also dachte ich..hier gibt's wohl keinen Strom..

Resel setzte mich auf einen Holzstuhl mit gehäckelten Kisschen, und der passende Tisch war groß und wirkte wie selbstgemacht.
dann gab es noch einen Küchenkasten und eine Truhe stand in einem Eck, alles sehr bescheiden, aber wohl ausreichend für die beiden Leute.
die Vorhänge waren weiss/ blau kariert und es waren kleine Scheibengardinen  vor und alles war blitzsauber und urgemütlich..

der Heidelbeerkuchen duftete wunderbar und bald bekam ich ein grosse Stück...hmmm sogar mit Streusel darauf, und der Kaffee war kein Bohnenkaffee, ich glaube eher, es war so ein Muckelfuk nannten wir es früher..aaber er schmeckte legger zu dem herrlichen Heidelbeerkuchen. so sassen wir zu dritt am Tisch und futterten genüsslich, während Frau Resel verrit  mir ihr Kuchenrezept legte mir noch ein 2tes Kuchenstück auf den Teller ...ich wehrte mich nicht...er war einfach zu köstlich...

Resel war kleiner als ihr Mann...der gerade genüsslich an seiner Pfeife zog, und roch roch gut nach diesem Tabak...es waren einfach herzliche Leutchens...und als ich auf den Fensterbrett einen Bergkristall bewunderte, schenkte ihn mir der Josef..ich wollte ihn eigentlich gar  nicht annehmen, scheinbar war der Bergkristall das einzige wertvolle in diesem Raum, aber er gab nicht nach, bis ich ihn annahm...
die Zeit verging wie im Fluge und ich wollte wieder weiter, denn mit einem solangen Aufenthalt hatte ich nicht gerechnet..
sie brachten mich beide noch vor das Haus, zeigten mir den Weg , von wo aus man die schönste Aussicht hat und winkten mir noch nach...bis ich in der Kurve verschwand.

Bald war ich dort angekommen und lies mich ins Gras plumpsen, genoss die Ruhe, die Sonnenstrahlen, das Summen der Bienleins und das Gezwitscher der Vögel...den Wind in den Haaren und die Berge vor mir...einfach...die Natur pur von Gottes Hand erschaffen

 

Entspannt machte ich mich wieder auf den Rückweg. nach der Kurve werde ich nochmal das kleine Häuschen sehen..aber.....ich guckte und guckte...es war nicht mehr da !!!
das Haus  144 war da und ich schaute und dachte, ob ich mich verlaufen hatte, nein, denn der Brunnen von Haus 144  mit der krugtragenden Frau war ja auch da und die  Hausnummer stimmte.

da kam eine Frau aus dem Haus 144, die ihren Abfall zur Tonne trug und ich fragte sie nach dem Haus der Hartl`s ... aber die guckte mich nur verduzt an und sagte, dass sie schon 40 Jahre hier wohne und noch nie ein derartiges Haus da war, sie waren schon immer das letzte Haus des Almenwegs.
ich konnte es nicht fassen, den vor ein paar Stunden war ich doch selber noch in dem Haus und der Duft des Heidelbeerkuchens war noch in meiner Nase.
ok , sagte ich zu der Frau von 144 , ich war wohl dann wo anders und verabschiedet mich.
ich ging zurück zur Wiese, dort wo das Haus der Hartl`s noch vor ein paar Stunden stand....
ich zweifelte an meinem Verstand...aber da !!! plötzlich sah ich auf der Wiese etwas wie ein kleines Gemäuer, wie der klägliche Rest eines Hauseckes in der Erde...ich wetzte mit dem Schuh noch bei einigen Stellen das Gras weg und siehe da....immer wieder kleine Reste von den Grundmauern eines Hauses..
dann wachte ich auf....
was war geschehen ? war ich im Traum in ein Zeitloch gefallen ?
was sollte mir dieser Traum sagen und was soll er für mich bedeuten ?

Dieser Traum war so real, jedes Detail. so, als ob ich wirklich dort gewesen wäre.
ich weiss es bis heute nicht, nur die Adresse :

Hartl, Almenweg 146..werde ich wohl nie vergessen...