Das Vater unser

Als der, den man damals Jesus nannte, über die Erde wandelte,

hinterlies er den Menschen ein Gebet.

Ein kleines, unaufdringliches Gebet an den Vater allen Seins.

Einer der Jünger Jesu sagte zu ihm :

Herr, lehre uns beten..

So sollt ihr beten, sagte der große Meister  einst zu Ihnen:

 

Vater unser,

der du bist im Himmel,

geheiligt werde deIn Name,

Dein Reich komme,

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliuches Brot gib uns heute,

und  vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung

sondern erlöse uns von dem Bösen.

denn Dein ist die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit..Amen..

 

Aber auch dieses kleine Gebet an den Vater wurde verfälscht.

mit nur einem einzigen Wort.

Es heisst in seinem Ursprungstext nicht:

Und führe uns nicht in Versuchung

sondern :

und führe uns in der Versuchung.

 

 

Nur ein einziges kleines, verdrehtes Wort und doch hat dieses kleine Wort eine große Auswirkung.

Hat sich hier nicht ein kleines Teufelchen eingeschlichen ?

Wird denn ein liebevoller Vater seine Kinder in Versuchung führen wollen?

ist das nicht eine große Anschuldigung an den Vater ?

Oder ist es einfach nur Dummheit von jenen Menschen, die dies ohne nachzudenken einfach nur nachplappern, was man ihnen in der Kindheit gelehrt hat ?

es ist einfach nur ein Lippenbekenntnis geworden, dieses kleine Gebet, ohne den wahren Sinn darin zu erkennen.

 

Die Menschen haben ein Gehirn bekommen, mit dem man auch nachdenken kann und soll.

 

Wie würde ein irdischer Vater wohl reagieren, dessen Kinder ihm mehrmals am Tag sagen würden : Papa, führe uns nicht in Versuchung ?

wäre er traurig  und verletzt, wenn seine Kinder soetwas zu ihm sagen würden oder würde er gar wütend werden ?

 

Um so mehr verletzt diese Anschuldigung auch unseren liebenden Vater allen Seins.

Besser wäre es , einfach nur einen Gedanken des Dankes zu ihm zu schicken.